Das gut versteckte Arthouse-Kino im weltberühmten Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei.
24FPS – Fotografie im Film, Dienstag 18. August, 19:00 Uhr, Eintritt auf Spende:
WORLD BETWEEN US (tschech. OmenglU)
Regie: Marie Dvoráková
93 min / FSK folgt
Marie Tomanová, die auf einem kleinen Bauernhof in Tschechien aufwuchs, kam als Au-pair in die USA – ohne Netz, ohne Namen. Heute fotografiert sie für Nike und Vogue, porträtiert Stars wie Kim Gordon und Jeremy Allen White.
Die tschechische Regisseurin Marie Dvořáková, selbst Emigrantin und Student-Oscar-Preisträgerin, begleitete ihre Landsfrau fünf Jahre lang mit der Kamera – intim, ungeschliffen, nah. Der Film verzichtet auf das Vokabular konventioneller Erfolgsgeschichten: Statt geordnetem Aufstieg zeigt er Zweifel, Erschöpfung und die Spannung zwischen künstlerischer Integrität und Marktdruck. Eine zentrale Rolle spielt dabei Thomas Beachdel, Kunsthistoriker und Lebenspartner – Mentor, Anker und Kommentator zugleich, dessen Blick von außen Tomanovás Weg in einen größeren Zusammenhang von Kunst und Identität stellt.
Im Anschluss an den Film zeigen wir ein vorab aufgenommenes Interview mit Marie Tomanová und Thomas Beachdel (auf englisch, 28 Min).
Weitere Infos: DIENACHT e.V.
WAS HABEN WIR GELACHT
Regie: Eva Müller u. Isabel Schneider
98 min / ab 12 Jahren
WAS HABEN WIR GELACHT erzählt die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er Jahre erstmals aus Frauenperspektive. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt. Eine ganze Generation wurde so vor allem durch männliche Unterhalter sozialisiert – durch „Wetten, dass…?”, die „Harald Schmidt Show” und später “TV total”. Wie hat uns diese Zeit geprägt? Und was hat Witzigsein mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Dieser Film ist eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 90er. ‘Was haben wir gelacht’ – oder vielleicht auch nicht?
Spielzeiten & Infos: HIER.
Kino gegen Rechts: FLIEG STEIL
Regie: Martina Schöne-Radunski u. Lana Cooper
86 min / ab 16 Jahren
Die in der Berliner Naziszene respektierte Konnie (28) sieht ihr Ansehen unter ihren Kameraden mehr und mehr schwinden: Seitdem Konnie ihre ultra-feministischen, sexpositiven, körperpositiven und queeren Ansichten in ihre Musik integriert und diese vehement verteidigt, kann die rechte Szene nichts mehr mit ihr anfangen. Besonders Andi, der wortführende Kneipenwirt der Friedrichshainer Stahlkappen Division, hat sie auf dem Kieker. Als Konnie auf Punk Rudi trifft, der in einem fatalistischen Alleingang Konnies Nazikneipe hochgehen lassen will, findet sie in ihm den perfekten Spielball, um sich wieder bei ihrer rechten Kameradschaft beliebt zu machen. Rudi (38), der durch sein unvorhersehbares, aggressives Verhalten all seine Freunde vergrault hat und selbst zum Außenseiter in seiner Punk-Clique geworden ist, sucht ebenfalls nach einem Weg, sich seinen Kumpels wieder zu nähern. Wer von den beiden bleibt am Ende übrig?
Spielzeiten & Infos: HIER.
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR
Regie: Regina Schilling
98 min / ab 6 Jahren
In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Spielzeiten & Infos: HIER.
Kino gegen Rechts: BOLLWERK
Regie: Jakob Wehner
60 min / FSK folgt
In ganz Europa erstarken rechte und konservative Strömungen. Auch Deutschland sieht sich mit dem großen Erfolg einer rechtspopulistischen Partei konfrontiert, die in mehreren Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft wird. Während sich in den links-geprägten Großstädten Protest formiert und sich schnell viele Menschen zusammenfinden, steht die Demokratiearbeit in anderen Regionen vor eigenen Herausforderungen. Gerade in den ländlichen Gebieten des Ostens von Deutschland müssen Akteure und AktivistInnen, die sich gegen rechts engagieren immer wieder mit Gegenwind in den sozialen Netzwerken und auf der Straße umgehen. Das geht von Beleidigungen und Anfeindungen bis hin zu tätlichen Angriffen und Morddrohungen „Nazis ruft es sich leichter, dort wo es keine Nazis gibt“ sang einmal die Chemnitzer Band Kraftklub. Doch wie leicht ruft es sich „Nazis raus“, dort wo sie tatsächlich auftauchen?
Spielzeiten & Infos: HIER.
INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN
Regie: Nepomuk Pfaff
87 min / ab 0 Jahren
Wie ist unsere Welt entstanden? Unter unseren Füßen verbirgt sich eine Tierklasse, die weitaus größer ist als jede andere. Begeben wir uns auf eine Zeitreise, die vor 480 Millionen Jahren beginnt, und erleben wir, wie die Puzzleteile zu einem Ganzen verschmelzen. INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN nimmt uns mit in den Mikrokosmos, in atemberaubende Bilderwelten, erzählt von Schauspielikone Katharina Thalbach, und stellt die Frage: Muss es ein „Mensch ODER Natur“ sein?
Spielzeiten & Infos: HIER.
Open Air Premiere in Anwesenheit der Regisseurin Susanne Kim, Samstag 22. August, 20:45 Uhr:
BECOMING KIM
Regie: Susanne Kim
89 min / FSK folgt
Die deutsche Filmemacherin Susanne, verheiratet mit Jeong Rae Kim, einem Koreaner, richtet die Kamera mit Humor und Zärtlichkeit auf ihre eigene interkulturelle Ehe und Familie. Während sie mit den Rollen als Ehefrau, Mutter und Künstlerin jongliert, inszeniert sie humorvolle und poetische Performances – leise Akte der Rebellion, die ihren Gefühlen und ihrer inneren Welt Ausdruck verleihen. In einem Mix aus Beobachtungen und inszenierten Momenten taucht der Film in das Chaos von Liebe, Identität und kulturellem Aufeinanderprallen ein. ?Zugleich zutiefst persönlich und universell stellt Becoming Kim die Frage: Wie bleiben wir uns selbst treu – und lernen gleichzeitig, einen anderen Menschen zu lieben?
Tickets HIER.
Eintritt:
Mo bis Do 8€, 7€ ermäßigt
Fr bis So 9€, 7,50€ ermäßigt
Kontakt und Vorbestellungen: info@luru-kino.de
Vermietungen auch unter: kino-vermietung.de
Adresse: Spinnereistr. 7 / 04179 Leipzig
Impressum: Ludwig & Ruckhäberle GbR/ Spinnereistr. 7/ 04179 Leipzig
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